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Thema der Woche

 

Viren haben Hochkonjunktur

 

In den Wintermonaten haben Viren Hochkonjunktur. Aber keineswegs nur die Rhinoviren, die den Schnupfen verursachen und die Influenzastämme der echten Grippe. Auch Noro- und Rota-Viren treiben ihr Unwesen. Sie befallen Magen und Darm.

Noro-Viren verursachen schwere Durchfälle und Erbrechen. Sie sind überaus resistent und extrem ansteckend. Die schweren Brechdurchfälle sind gerade für Kinder und ältere Menschen gefährlich. Die Erkrankung beginnt mit abrupt einsetzendem heftigem Erbrechen und Durchfall. Bauch- und Kopfschmerzen gehören ebenfalls zu den Symptomen. Fieber tritt dagegen nur selten auf.

Die Symptome klingen normalerweise spätestens nach 42 Stunden wieder ab. Zwischen Ansteckung und Ausbruch der Krankheit lägen höchstens drei Tage. Während der akuten Erkrankung und bis zu zwei Tage danach könne der Patient andere Menschen anstecken.

Die Übertragung der Keime erfolgt sehr schnell. Um sich anzustecken, reicht meist der Kontakt mit bereits infizierten Personen oder der Verzehr verunreinigter Lebensmittel. Bereits nach circa 24 Stunden komme es zu den ersten, in der Regel sehr heftigen Reaktionen. Vor allem abwehrgeschwächte Menschen seien gefährdet, daher könne sich das Noro-Virus in Krankenhäusern, Senioren- und Pflegeheimen, aber auch in Kindereinrichtungen besonders schnell ausbreiten.

 

Bei Verdacht einer Ansteckung den Hausarzt aufsuchen – viel und

mineralreich trinken.

 

Da es gegen die Viren selbst kein wirksames Medikament gibt, bekommen die Patienten meist viel Flüssigkeit und Elektrolytlösungen, um die großen Wasser- und Mineralstoffverluste auszugleichen. Denn durch das häufige, starke Erbrechen und die Durchfälle können vor allem ältere Personen regelrecht austrocknen. Am besten mit elektrolythaltigen stillen Mineralwässern.

Obwohl die Erkrankung in der Regel nach zwei Tagen von selbst verschwindet, kann sie für ältere und geschwächte Menschen sowie für Kinder zur ernsten Gefahr werden. Dieser Personengruppe wird empfohlen, bis zum Abklingen der Symptome das Bett zu hüten und sich mit Schonkost wie Zwieback, Salzstangen und magerer Brühe zu ernähren. Obstsäfte, Kaffee oder Milch sollte man meiden. Besteht der Verdacht einer Infektion, sollten gefährdete Personen auf jeden Fall umgehend ihren Hausarzt konsultieren.

Um sich vor einer Infektion zu schützen, empfehlen Experten strenge Hygienemaßnahmen. Regelmäßiges Händewaschen, vor allem nach dem Besuch der Toilette und die Reinigung der Toilettenbrille mit einem Desinfektionsmittel aus der Apotheke könne eine Ansteckung möglicherweise verhindern. Allerdings seien die Viren ausgesprochen resistent gegenüber Desinfektionsmitteln und Umwelteinflüssen, stabil gegen Säuren und Hitze bis 60°C.

 

 

Von Heuschnupfen zu Asthma: Nur kurzer Weg

 

 

Allergien als Überreaktionen des menschlichen Immunsystems auf sogenannte Antigene, haben zugenommen. Experten sprechen von einer "neuen Epidemie".

 

Angenommen wird, dass in Deutschland derzeit unter anderem etwa 12 Millionen Menschen mit Heuschnupfen und vier bis fünf Millionen mit allergisch bedingtem Asthma bronchiale leben. Die Tendenz ist steigend.Die Fachleute kritisieren, dass die Überzahl der Betroffenen trotz effektiver Therapiemöglichkeiten nicht angemessen behandelt wird. Auch Heuschnupfen dürfe keinesfalls als banale Erkrankung abgetan werden. Das Risiko für Patienten mit einem allergischen Schnupfen, ein allergisches Asthma zu entwickeln, sei um mehr als das Dreifache erhöht. Gerade bei Patienten mit Heuschnupfen müsse zur Vorbeugung eines "Etagenwechsels" von den oberen auf die unteren Atemwege mit einer medikamentösen Therapie so früh wie möglich begonnen werden.

 

 

 

Ob sogenannte Antihistaminika oder Cromoglicinsäure in Form von Sirup, Kapseln, Dragees oder Tropfen beziehungsweise  Nasen- oder Augensprays, die auch ohne ärztliche Verordnung erhältlich sind, oder aber Cortisonpräparate nach ärztlicher Konsultation bei besonders starker Ausprägung der Krankheitszeichen: Was wann angewandt wird, richtet sich nach der Schwere der Symptome.

 

Immuntherapie kann Heilung bringen

 

Eine Renaissance erlebt derzeit die sogenannte spezifische Immuntherapie. Die regelmäßige Injektion des Allergie-auslösenden Antigens in geringen, jedoch langsam steigenden Konzentrationen über einen längeren Zeitraum hinweg mindert die überschießende Reaktionsbereitschaft des Immunsystems. Durch Anregung zur Bildung von Antikörpern wird dieses quasi "desensibilisiert". Hohe Heilungserfolge werde neueren Erkenntnissen gemäß insbesonders bei Pollenallergien erzielt.

 

 

 

 

 

 

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